Die Citybahn Nürnberg ist ein virtuelles S-Bahn-Konzept für den Großraum Nürnberg. Sie ist kein offizielles Projekt ist, sondern eine Wunschvorstellung von Jörg Schäfer für den Schienenverkehr im Großraum Nürnberg. Grundlage sind fiktive, aber plausibel geplante Infrastruktur- und Betriebsmaßnahmen.
Eine "klassische S-Bahn" auf eigenen Gleisen und 96 cm hohen Bahnsteigen kann bis zu 20.000 Fahr- gäste pro Stunde und Richtung transportieren. Diese Dimensionen erreicht man in Mittelfranken nur zwischen Nürnberg und Fürth, ansonsten ist das System überdimensioniert und zu teuer.
Planung und Bau kamen daher nur langsam voran und erst 1987 wurde die 17 km lange Linie S1 nach Lauf (links der Pegnitz) eröffnet. 1992 folgte die 25 km lange S2 nach Altdorf und 2001 die 26 km lange S3 nach Roth. Dieses 68 km lange "Grundnetz" kostete (zum Preisstand von 2001) 1,3 Milliarden Euro.
Das erreichbare Fahrgastaufkommen hätte man kostengünstiger mit einer Citybahn (CB) auf dem vorhandenen Gleisnetz bewältigen können: Nürnberg hatte einen zweiseitig angebundenen Haupt- bahnhof und brauchte keinen teuren „Stammstreckentunnel“. Nur an wenigen Stellen waren gezielte Verbesserungen und Erweiterungen erforderlich. Fotomontage der ersten Citybahnen: „Gesicht“ und „Heck“ entsprechen den realen S-Bahn-Zügen mit x-Wagen, dazwischen sieht man aber an dem gestuften Fensterband die Niederflurbereiche. Ohne Tunnelbahnhöfe brauchte man eigentlich auch keine Hochbahnsteige. Denn schon seit 1936 gibt es Personenwagen mit nur 55 cm hohen Fußböden, die sich im harten Alltagsbetrieb bewähren (→ Die Fahrzeuge).
Der Ausbau der Bahnhöfe würde dadurch weniger kosten und ohne komplett eigene Trassen hätten viel mehr Streckenäste einen förderfähigen Nutzen-Kosten-Quotienten über 1,0 erreicht. Der Ausbau hätte schon 1980 beginnen und die erste Linie 1982 in Betrieb gehen können.
Bis 2001 wäre das Netz mit den gleichen Investitionen wie in der Realität (1,3 Milliarden Euro) auf 230 km angewachsen und hätte alle großen Städte zwischen Ansbach, Neustadt (Aisch), Forchheim, Hersbruck, Neumarkt (Oberpf) und Roth erschlossen. Erweiterungen wären danach schneller und kostengünstiger möglich gewesen.
DAS LOGO
Kommt Ihnen das weiße C im grünen Kreis der Citybahn bekannt vor? Richtig, es ist an das klassische S-Bahn-Logo angelehnt. Da die Deutsche Bahn AG sehr auf ihre Markenrechte achtet, wird es hier nicht verwendet.
FRANKEN IN TAKT
Mit Franken in Takt (FiT) begann "Jörg's bessere Bahnwelt". Die Webseite zeigt, wie der Bahnverkehr in Franken und den angrenzenden Regionen aussehen könnte, wenn seit 1985 eine schienenfreundli-chere Politik gemacht worden wäre. Die CITYBAHN ist daraus sozusagen als "Auschnittsvergrößerung" entstanden.
Die Virtuelle Stadtbahn zeigt, was vielleicht passiert wäre, wenn Nürnberg sich 1965 für eine Unterpflaster-Straßen-bahn statt für eine U-Bahn entschieden hätte. In vergleichbaren Städten wie Stuttgart, Frankfurt und Dortmund wurde daraus eine moderne Stadtbahn. x Da diese nicht durchgehend einen vom anderen Verkehr getrennten Gleiskörper benötigt, kann sie billiger gebaut werden. Die Schienennetze in den genannten Städten sind daher viel stärker gewachsen als die U-Bahn in Nürnberg und Fürth.
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